Vorsorgevollmacht: Für den Fall der Fälle

Solange wir noch gesund sind, denken wir selten darüber nach, was wir im Krankheitsfalle alles benötigen oder wie wir handeln sollen. Manchmal, etwa bei Demenz, müssen wir aber schon vorher Entscheidungen fällen, ehe uns diese abgenommen werden. Dabei hilft eine Vorsorgevollmacht.

Inhalt und Form
Eine Vorsorgevollmacht muss schriftlich erstellt abgegeben werden und benötigt eine Unterschrift des Betroffenen, solange dieser noch rechtsfähig ist. um gültig zu sein. Eine notarielle Beglaubigung ist ebenfalls sinnvoll, aber kein Muss, damit die Vollmacht auch gegenüber Behörden wirksam ist. Bedenken Sie, dass Banken eine gesonderte Vollmacht ihres Hauses einfordern. Für den Inhalt einer Vorsorgevollmacht gibt es an sich keine Vorschrift, allerdings kann Ihnen das offizielle Formular helfen, alle für Sie wichtige Punkte abzudecken. Der einzig zwingend notwendige Teil ist die Festlegung eines oder mehrerer Bevollmächtigter. Diese Person(en) dürfen dann in den Bereichen, die der Betroffene festgelegt hat, Entscheidungen im Namen des Pflegebedürftigen eigenständig treffen, etwa über einen Umzug in ein Seniorenheim oder die Einwilligung in einen medizinischen Eingriff.

Alternative: Die Betreuungsverfügung
Ein Problem der Vorsorgevollmacht ist, dass hauptsächlich festgelegt wird, über welche Bereiche entschieden werden darf, aber nicht, wie diese Entscheidungen ausfallen sollen. Bei einer Betreuungsverfügung hingegen werden Entscheidungen des Betreuenden vom Amtsgericht kontrolliert. Das heißt, der Betreuer muss schriftlich Rechenschaft über seine Entscheidungen beim Amtsgericht vorlegen. Es besteht auch die Möglichkeit, nur für einen Teilbereich (z.B. Vermögenssorge) eine Betreuung zu beantragen.

Die Patientenverfügung
Ebenfalls erwähnenswert im Kontext der Vorsorgevollmacht ist die Patientenverfügung. Dabei überlassen Sie einer Vertrauensperson die Entscheidung über medizinische Maßnahmen (u.a. lebenserhaltende Maßnahmen) für den Fall, dass Sie selbst diese Entscheidung nicht mehr treffen können. Allerdings ist die Patientenverfügung rein auf den medizinischen Bereich eingegegrenzt.

Rechtzeitig handeln und entscheiden
Wenn Sie sich doch für die Vorsorgevollmacht entscheiden, etwa weil Sie wissen, dass Sie dem oder der Bevollmächtigten voll vertrauen können und auch nicht mit den teils schwierigen Entscheidungen überfordern, dann handeln Sie rechtzeitig und bereiten die Vollmacht vor. Auch sollten Sie frühzeitig einige Möglichkeiten mit Ihrer Vertrauensperson durchsprechen, beispielsweise Finanzfragen. Besonders wichtig ist aber, wie die Pflege geregelt werden soll. Soll eine Pflege zuhause stattfinden, unterstützt von einem kompetentem ambulantem Pflegedienst, oder bietet doch der Einzug in ein Pflegeheim die beste Lösung? Die Seniorenheime der AWO Rheinland laden Sie herzlich dazu ein, sich vor Ort selbst davon zu überzeugen, dass diese zweite Möglichkeit keine Notlösung, sondern gerade durch die besondere Betreuung für Demenzkranke eine gute Option ist, ein möglichst lang selbstbestimmtes Leben zu führen. Besuchen Sie uns, wir freuen uns auf Sie!

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