Demenz: Pflegestufe 0, 1, 2 und 3

Im Alter werden Menschen am häufigsten aufgrund einer Demenzerkrankung pflegebedürftig. Was bedeutet dies nun für die Pflegestufen und deren Leistungen? Wichtig ist an dieser Stelle festzuhalten, dass es keine spezielle Demenz-Pflegestufe gibt. Stattdessen können die Leistungen der Pflegestufe 0, 1, 2 oder 3 in Anspruch genommen werden.

Sachleistungen bei Demenz ohne Pflegestufe
Die inoffizielle Pflegestufe 0 beschreibt zusätzliche Betreuungsleistungen für Pflegebedürftige mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz. Diese Leistungen stehen Personen zu Verfügung, die überwiegend betreut und beaufsichtig werden müssen. Der Betreuungsaufwand fällt jedoch geringer als bei den Stufen 1 bis 3 aus. Deshalb spricht man auch von Pflegestufe 0. Eine eingeschränkte Alltagskompetenz kann bei Demenzerkrankten, aber auch Kindern oder psychisch Erkranken attestiert werden. Der Umfang der Einschränkung wird von dem MDK festgestellt. Abhängig von dem Gutachten können monatlich bis zu 200 Euro als Sachleistungen in Anspruch genommen werden.

Sach- und Pflegeleistungen bei Demenz mit Pflegestufe 1, 2 und 3
Obwohl es keine spezielle Demenz-Pflegestufe gibt, haben Erkrankte dennoch Anspruch auf zusätzliche Leistungen. Diese sollen eine professionelle Betreuung bei Demenz gewährleisten. Seit 2015 wurden die Leistungen für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz erhöht. Dadurch erhalten Personen mit Demenz in Pflegestufe 1 und 2 eine zusätzliche monatliche Unterstützung.

Barleistung*

Sachleistung**

Pflegestufe 1

316 Euro (statt 244 Euro)

689 Euro (statt 468 Euro)

Pflegestufe 2

545 Euro (statt 448 Euro)

1.298 Euro (statt 1.144 Euro)

Pflegestufe 3

728 Euro

1.612 Euro

Zusatz: Die angegebenen Leistungssätze sind gültig ab 2015. Diese Angaben sind ohne Gewähr.
* Barleistung: Unter Barleistung wird das monatliche Pflegegeld verstanden, das bei der Betreuung durch eine selbst beschafften Person (z.B. Angehörige) geltend gemacht werden kann.
** Sachleistung: Sachleistung umfasst die finanzielle Unterstützung pro Monat, welche die Pflegekasse bei Beanspruchung von professionellen Pflegediensten oder –einrichtungen zahlt.

Unterstützung bei der Pflege von Demenzerkrankten
Häusliche Pflege ermöglicht es Menschen mit Demenz weiterhin in vertrauter Umgebung leben zu können. Die Betreuung kann durch Angehörige oder Bekannte, aber auch durch einen ambulanten Pflegedienst erfolgen.
Ab einem gewissen Krankheitsstadium ist ein Pflegeheim jedoch meist unumgänglich. In speziellen Altenheimen können Demenzerkrankte rundum-die-Uhr betreut und umsorgt werden. Die Altenheime der AWO Rheinland sind speziell auf Menschen mit Demenz ausgelegt. Unsere Bewohner werden nach dem Pflegemodell für Demenzerkrankte nach Professor Erwin Böhm betreut. Geschulte Pflegefachkräfte begegnen an Demenz erkrankten Menschen mit Kompetenz und Menschlichkeit.


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