Pflegefall der Eltern – Was Sie beachten sollten

Wenn die eigenen Eltern pflegebedürftig werden, fällt es Kindern schwer, mit der neuen Situation umzugehen. Informieren Sie sich hier, was Sie bei einem Pflegefall der Eltern beachten müssen.

Im Vorfeld offen darüber reden

Wichtige, wenn auch unangenehme Themen bezüglich der späteren Pflege, sollten mit den Eltern besprochen werden, solange sie noch fit sind. Wie und wo möchten sie im Alter leben? Was erwarten oder wünschen sich Ihre Eltern? Wie sollen die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht geregelt werden? Falls diese Fragen nicht rechtzeitig geklärt sind, bleibt nach dem Pflegefall der Eltern oft nicht mehr genügend Zeit zur Organisation. Anliegen, die eine längere Planung benötigen, könnten eventuell nicht mehr so kurzfristig umgesetzt werden. Eine rechtzeitige Aussprache stellt sicher, dass Sie bei einem plötzlichen Pflegefall der Eltern in ihrem Sinne handeln und sie sich im Alter wohlfühlen können.

Altersgerechtes Wohnen ermöglichen

Bei Eintritt einer Pflegebedürftigkeit wird der barrierefreie Umbau des heimischen Bereichs häufig als erstes vorgenommen. Eine altersgerechte Einrichtung ermöglicht bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit der Eltern, sich weiterhin ungehindert bewegen zu können. Dieser Umbau wird auch von der Pflegeversicherung – unabhängig von der Pflegestufe – finanziell unterstützt. Die „Leistung zur individuellen Wohnfeldverbesserung“ kann bis zu einem Betrag von 4.000 Euro ausfallen.

Die passende Hilfe suchen

Tragen Sie die Last nicht alleine, sondern bitten Sie auch Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder Freunde um Hilfe. Spezielle Beratungsstellen unterstützen Sie bei Fragen oder Unsicherheiten rund um das Thema „Pflegefall der Eltern“. Ambulante Pflegedienste betreuen Ihre Eltern von zu Hause aus und nehmen Ihnen Aufgaben in der täglichen Pflege ab.

Sich selbst nicht überlasten

Pflegende Kinder vergessen sich oft selbst und gönnen sich keine Pausen. Informieren Sie sich daher frühzeitig über Entlastungsmöglichkeiten, damit sich Ihre Kräfte und Gesundheit regenerieren können. Stunden- oder tageweise Inanspruchnahmen von Kurzzeitpflege oder Pflegediensten bieten den Angehörigen kleine Verschnaufpausen. Diese Verhinderungspflege wird von der Pflegeversicherung mit bis zu 1.612 Euro pro Jahr unterstützt, sofern dem Betroffenen eine Pflegestufe attestiert wurde.


Bei steigendem Pflegebedarf geraten pflegende Kinder oder andere Angehörige an ihre Grenzen. Falls eine häusliche Betreuung nicht mehr zu bewerkstelligen ist, bieten spezielle Pflegeheime den besten Ausweg. Auch in diesem Fall sollten sich die Angehörigen frühzeitig über geeignete Altenheime informieren. Am besten machen Sie sich ein Bild vor Ort, um die Qualität der Betreuung und die Atmosphäre beurteilen zu können. In den Altenheimen der AWO Rheinland sind Interessierte beispielsweise jederzeit sehr willkommen. Nutzen Sie diese Möglichkeit , um im "Pflegefall: Eltern" eine fundierte Entscheidung treffen zu können!

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