Pflegegeld beantragen – Das müssen Sie beachten

Es kann Senioren von einem auf den anderen Moment oder schleichend mit der Zeit passieren: Auf einmal geht nichts mehr ohne Hilfe. Bei vielen Erledigungen des alltäglichen Lebens, wie Einkaufen oder zum Arzt gehen, wird die Hilfe anderer Personen gebraucht. Um diesen erhöhten Betreuungsaufwand zu finanzieren, können Betroffene Pflegegeld beantragen.

Was muss ich selber machen, um Pflegegeld zu beantragen?
Direkt das Pflegegeld beantragen ist nicht möglich. Eine wichtige Vorrausetzung für das Pflegegeld ist die Pflege durch Familienangehörige, Freunde oder ehrenamtlichen Helfer in den eigenen vier Wänden. Um dafür Leistungen der Pflegeversicherung zu erhalten, muss zunächst ein entsprechender Antrag bei der zuständigen Krankenkasse gestellt werden. Nach Antragstellung wird von einem Gutachter des medizinischen Dienstes der Krankenversicherung die Einteilung in die Pflegestufen vorgenommen. Dabei gibt es neben den drei Pflegestufen I, II und III auch die Härtestufe III+. Je nach Einstufung variiert die Höhe des Pflegegeldes.

Wie hoch fällt das Pflegegeld bei privater Betreuung aus?
Wird die Pflege von Privatpersonen übernommen, so kann Pflegegeld beantragt werden.
Personen ohne erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz erhalten Pflegegeld in Höhe von:

Pflegegeld pro Monat*

Pflegestufe I

244 Euro

Pflegestufe II

458 Euro

Pflegestufe III

728 Euro

Pflegestufe III+

728 Euro


Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (z.B. an Demenz erkrankte Personen), welche von Angehörigen oder anderen Privatpersonen zuhause betreut werden, können erhöhtes Pflegegeld beantragen:

Pflegegeld pro Monat*

Ohne Pflegestufe

123 Euro

Pflegestufe I

316 Euro

Pflegestufe II

545 Euro

Pflegestufe III

728 Euro

Pflegestufe III+

728 Euro

*Zusatz: Die angegebenen Leistungssätze sind gültig ab 2015. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Abgrenzung zu Sachleistungen bei professioneller Pflege

Sofern der Betroffene nicht privat, sondern professionell durch ambulante Pflegedienste oder kompetente Fachkräfte betreut wird, haben Sie Anspruch auf Pflegesachleistungen. Im Gegensatz zu Pflegegeld werden diese nicht direkt ausgezahlt, sondern in Form von Leistungen erbracht. Dabei richtet sich die jeweilige Höhe des Beitrags nach der attestierten Pflegestufe des Betroffenen.

Die AWO Rheinland hilft Ihnen gerne weiter
Wer sich entscheidet, einen pflegebedürftigen Angehörigen selbst zu pflegen, profitiert von sozialen Leistungen. Falls die häusliche Betreuung durch Familienmitglieder oder Bekannte nicht mehr ausreicht, der Pflegebedürftige aber weiterhin zuhause wohnen möchte, kann er die ambulante Pflege in Anspruch nehmen. In diesem Fall werden pflegebedürftige Menschen von einer professionellen Pflegefachkraft zuhause betreut. Wenn Sie sich doch für einen Einzug in ein Seniorenzentrum entscheiden sollten, sind die Einrichtungen der AWO Rheinland genau die richtige Wahl. Besuchen Sie uns und überzeugen Sie sich von unserer Qualität!

 

 

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