Pflegeurlaub – Jeder braucht einmal Pause

Wer einen nahestehenden Menschen pflegt, investiert oft viel Zeit für diese engagierte Betreuung. Steigt der Betreuungsaufwand plötzlich, so kann dies beispielsweise bei einer Berufstätigkeit der pflegenden Person problematisch werden. Eine Beantragung von Pflegeurlaub hilft, Zeit für die Pflege zu schaffen oder eine professionelle Vertretung zu organisieren.

Was ist der Pflegeurlaub?
Der Pflegeurlaub erlaubt es Ihnen, sich bis zu einer Woche von der Arbeit freistellen zu lassen, um einen Angehörigen zu pflegen. Während dieser Freistellung beziehen Sie weiterhin Ihr Gehalt. Sofern Sie Ihren Arbeitgeber sofort nach dem Eintritt des Pflegefalls über den geplanten Pflegeurlaub in Kenntnis setzen, kann dieser Ihren Antrag auf Pflegeurlaub nicht ablehnen, da Ihnen dieser gesetzlich zusteht. Die so gewonnene Zeit können Sie nutzen, um hilfebedürftige Angehörige zu betreuen oder eine professionelle Betreuung (ambulant durch einen Pflegedienst, oder teil/vollstationär durch ein Seniorenheim) zu organisieren. Um letzteres zu finanzieren, bieten sich Ihnen unter anderem folgende Möglichkeiten:

Verhinderungspflege
Die Verhinderungspflege kann in Anspruch genommen werden, wenn die pflegende Person krank, im Urlaub oder anderweitig verhindert ist (in diesem Falle etwa durch die Berufstätigkeit nach Ablauf des Pflegeurlaubs). Die pflegebedürftige Person kann dabei weiter in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, und professionelle Einrichtungen, wie ein ambulanter Pflegedienst, übernehmen für bis zu 42 Tagen pro Jahr die Betreuung anstelle des/der Angehörigen. Alternativ kann die Verhinderungspflege auch in Seniorenheimen erbracht werden, die eine Kurzzeit- oder Tagespflege anbieten. In jedem Fall erstattet die Krankenkasse die Kosten der Ersatzpflege bis zu einem Betrag von 1.612 Euro. Um diese Leistung in Anspruch nehmen zu können, muss der Pflegebedürftige zuvor schon mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt worden sein. Auch Personen mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z.B. an Demenz erkrankte Personen) ohne Pflegestufe haben bereits das Recht auf Verhinderungspflege.

Kurzzeitpflege
Mit Hilfe der Kurzzeitpflege können Betroffene vorübergehend vollstationär in einem Pflegeheim betreut werden. Das ist gerade nach einer Verschlechterung des Gesundheitszustands sinnvoll, wenn Angehörige trotz Pflegeurlaub mit der Betreuung überfordert sind.
Dabei zahlt die Pflegekasse für die Grundpflege, die medizinische Behandlung und die soziale Betreuung ebenfalls maximal 1.612 Euro für 28 Tage pro Jahr. Allerdings ist hierfür mindestens die Pflegestufe 1 notwendig, oder eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz.
Seit einiger Zeit erhalten Sie übrigens bei beiden Pflegearten weiterhin zumindest die Hälfte Ihres üblichen Pflegegeldes, diese Leistungen sollten also durchaus wahrgenommen werden.

Sie haben Fragen zum Pflegeurlaub? Die AWO Rheinland ist für Sie da!
Neben der medizinischen und sozialen Versorgung brauchen Pflegebedürftige, die von einer Fachkraft betreut werden, vor allem Herzlichkeit und ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Gedanken. Deshalb sind die ambulanten Pflegedienste und Altenheime der AWO Rheinland darauf bedacht, den kurzzeitigen Aufenthalt und die Pflege so angenehm wie möglich zu gestalten. Angehörige wissen so stets, dass sich pflegebedürftige Verwandte auch im Pflegeurlaub in guten Händen befindet.

 

Wenn Sie sich noch weiter über Leistungen der AWO Rheinland informieren möchten, dann betrachten Sie doch einfach die Liste und Beschreibungen unserer Altenheime, um sich ein genaueres Bild von unseren Einrichtungen zu machen. Oder Sie statten uns persönlich einen Besuch ab, wir freuen uns schon auf Sie!

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